Antrag der Ratsfraktionen SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die LINKE-PARTEI und FREIE WÄHLER: Ankauf von Bürogebäuden und Umbau zu Wohnzwecken durch die Koblenzer Wohnungsbaugesellschaft mbH

Stadtrat vom 26.03.2026

Beschlussentwurf:
Der Rat möge beschließen, den Aufsichtsrat der Koblenzer Wohnungsbaugesellschaft mbH aufzufordern mit der Geschäftsführung die Geschäftsstrategie von Neubau zu Kauf von Bestandsimmobilien zu ändern.


Begründung:
Die Suche nach bezahlbarem Wohnraum hat sich auch in Koblenz zunehmend verschärft. Die dramatische Entwicklung des geförderten Wohnraums verdeutlicht den Handlungsbedarf. Während im Jahr 2011 noch 2.483 geförderte Wohneinheiten in Koblenz zur Verfügung standen, werden für 2029 lediglich noch 270 Wohneinheiten prognostiziert.
Die in 2018 beschlossene Neubaumaßnahme der Koblenzer Wohnungsbaugesellschaft mbH im Rauentaler Moselbogen zeigt wie lange Bauleit- und Genehmigungsverfahren dauern können. Sie binden Personalkapazitäten ohne schnelle spürbare Ergebnisse zu schaffen, insbesondere in einem Marktumfeld mit hohen Baukosten, steigenden Energieanforderungen und unsicheren Lieferketten.
Gleichzeitig sinkt die Nachfrage nach nicht mehr zeitgemäßen Gewerbeflächen. Eine Nutzungsänderung in Wohnraum ist daher erstrebenswert.
Durch Ankauf von gemischt genutzten Immobilien und gleichzeitiger Umwandlung in sozialgeförderten Wohnraum kann die Koblenzer Wohnungsbaugesellschaft ein schnelleres Ergebnis erzielen.
Die Koblenzer Wohnungsbaugesellschaft mbH muss dieses Angebot nutzen, um die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum zu beschleunigen. Die finanziellen Voraussetzungen zum Kauf von solchen Projekten muss im Haushalt der Stadt Koblenz für 2027 gewährleistet werden. Die personellen Ressourcen der Wohnbau sind entsprechend anzupassen.