Neubau und Sanierung von Bahnhaltepunkten auch in Koblenz notwendig

In einer Großen Anfrage zur Ratssitzung im Februar thematisiert die Ratsfraktion der Grünen die sog. „Stationsoffensive“ von Bahn und Land in Rheinland-Pfalz. Laut Bahn wollen Land und Bahn hier 40 Millionen verausgaben, um ab 2027 insgesamt 17 neue Haltepunkte in Rheinland-Pfalz zu realisieren.

„Wir bedauern, dass Koblenz hier zunächst nicht mit dabei ist, dabei bieten sich im Interesse des Klimaschutzes auch in Koblenz weitere Haltepunkte an, so z.B. Horchheimer Brücke, insbesondere aber Verwaltungszentrum im Rauental“, so Carl Bernhard von Heusinger, Direktkandidat der Grünen zur Landtagswahl.

Obwohl in Koblenz kein Neubau vorgesehen ist, teilt die Bahn mit, dass „weiterführende Untersuchungen“ zur Machbarkeit von zusätzlichen Stationskandidaten stattfinden, hierzu gehören Koblenz-Horchheimer Brücke und Koblenz-Verwaltungszentrum.

Angesichts der Auto-Pendlerströme nach Koblenz würden diese Bahnhaltepunkte, insbesondere Verwaltungszentrum, eine Stärkung des ÖPNV darstellen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

„Auch vor dem Hintergrund der BUGA 2029 wäre ein Neubau von Stationen, aber auch eine Ertüchtigung von vorhandenen Bahnstationen, so der Bahnhöfe Lützel und Ehrenbreitstein, sehr zu begrüßen“, so Ratsmitglied Detlef Knopp.

In einer Großen Anfrage wollen die Grünen von der Verwaltung wissen, ob diese in den Auswahlprozess der bisherigen Stationen eingebunden war bzw. bei den Haltepunkten Koblenz-Horchheimer Brücke und Verwaltungszentrum eingebunden wird.

„Wir sind auch der Auffassung, dass auf jeden Fall ein Haltepunkt im Rauental sehr sinnvoll wäre und wir wollen deshalb wissen, wie sich hier die Kostenverteilung zwischen Bahn, Land und Stadt darstellt und ob die Stadt hier initiativ werden kann“, so Carl-Bernhard von Heusinger.

Da die BUGA 2029 möglichst klimaneutral gestaltet werden soll, wäre auch die Sanierung der vorhandenen Bahnhöfe Lützel und Ehrenbreitstein dringend notwendig. Hier wollen die Grünen wissen, ob dies schon gegenüber der Bahn und der BUGA GmbH thematisiert wurde und welche Förderprogramme für eine Sanierung zur Verfügung stehen.