Grüne fordern mehr Unterstützung für Sexarbeiter*innen

Corona hat viele hart getroffen. Und es trifft Menschen in prekären Lagen noch härter. Prostituierte dürfen seit Monaten nicht mehr arbeiten und sind damit ohne Einnahmen. Viele fallen aus allen Sozialleistungen und Rettungsschirmen und fürchten um ihre Existenz, es droht Obdachlosigkeit. Dadurch sehen sich einige Sexarbeiter*innen gezwungen, trotz Verbotes, ihrer Arbeit weiter nachzugehen.

Nach einer Anfrage unserer Fraktion erklärt Laura Martín Martorell, stellvertretende Fraktionsvorsitzende: „Das Ordnungsamt Koblenz informiert in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle „Roxanne“ die Prostituierten über Hygienekonzepte, Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung, bietet Hilfe für Opfer von Gewalt und wird beim Verdacht auf Menschenhandel tätig.“

„Viele der Frauen und Männer, die illegal ihrer Tätigkeit nachgehen, erfahren Gewalt von Seiten der Freier“, sorgt sich Lena Etzkorn, Mitglied des Gleichstellungsausschusses „Weil sie illegal arbeiten, können sie tätliche Angriffe nicht anzeigen. Sie sind schutzlos.“

Durch die gute Zusammenarbeit von Ordnungsamt, Gesundheitsamt, Polizei und „Roxanne“ bleibt immer der einzelne Mensch und seine individuelle Lebensgeschichte im Fokus. Damit dies auch weiterhin möglich ist, sind die Beratungsstellen auf mehr Gelder angewiesen: Hier sind Bund, Länder und Kommunen gefragt. Unterstützen kann man die Einrichtungen auch mit privaten Spenden.

https://www.profamilia.de/angebote-vor-ort/rheinland-pfalz/beratungsstelle-koblenz/roxanne-beratung-und-hilfe-fuer-prostituierte