Gemeinsamer Antrag der Ratsfraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und LINKE zum Radverkehr Mainzer Straße

Stadtratssitzung vom 03.09.2020

Beschlussentwurf:
Die Verwaltung wird beauftragt, die Radverkehrsanlagen in der Mainzer Straße, die in Form von Schutzstreifen bis zur Einmündung Schenkendorfstraße geplant sind, derart zu erweitern, dass sie (i.d.R. in Form von Radfahrstreifen oder Schutzstreifen) bis zum Clemensplatz weitergeführt werden.

Begründung:
Vor allem in den Sommermonaten – an Wochenenden aber auch an Nachmittagen unter der Woche – kommt es zu erheblichen Konflikten und gefährlichen Situationen aufgrund der Nutzung der Rheinanlagen durch schnell fahrende Fahrradfahrer*innen. Durch die Fortführung der bereits geplanten Radverkehrsanlagen in der Mainzer Straße bis zum Clemensplatz können Tourist*innen, deren Ziel die Altstadt ist und auch Alltagsradfahrer*innen, wie Pendler*innen aus Richtung Boppard und ähnliche auf der Mainzer Straße schnell und sicher bis zur Altstadt fahren. Hierdurch wird die Nutzung der Rheinanlagen durch Radfahrer*innen deutlich entlastet. Insbesondere die schnell fahrenden Radfahrer*innen, die ein konkretes Ziel in der Stadt haben, können so umgeleitet werden. Die Unfallgefahr kann dadurch in den Rheinanlagen deutlich minimiert werden. Zudem wird wieder ein Schritt in Richtung Fahrradstadt Koblenz gegangen. Und das Erreichen des im Verkehrsentwicklungsplan 2030 beabsichtigten Ziels, die Radfahrquote von 8 auf 16 % zu erhöhen, wird unterstützt.

Auswirkungen auf den Klimaschutz:
Durch die Einrichtung neuer Radverkehrsanlagen wird die Attraktivität des Radverkehrs in Koblenz erhöht und so der Umstieg für Bürger*innen vom MIV auf das Rad erleichtert. Mehr Fahrradfahrer*innen haben eine positive Wirkung auf den Klimaschutz.