Stadt Koblenz soll „Fairtrade-Town“ werden

Der Umweltausschuss hat in seiner Sitzung am 6. Mai einstimmig beschlossen, dass Koblenz an der internationalen Kampagne „Fairtrade-Towns“ des Vereins TransFair teilnehmen soll. Sobald der Stadtrat die Teilnahme an der Kampagne beschlossen hat und die für die Teilnahme erforderlichen Kriterien erfüllt sind, wird die Verwaltung die Bewerbung der Stadt Koblenz bei TransFair einreichen. Bereits im November 2010 hatte die GRÜNE Ratsfraktion im Stadtrat erstmals den Antrag gestellt, zu prüfen, ob die Stadt Koblenz die Bedingungen für eine Teilnahme an der Kampagne erfüllt.

Andrea Mehlbreuer, Mitglied der GRÜNEN Ratsfraktion, freut sich über die positive Entscheidung im Umweltausschuss: „Mit der Entscheidung, die Teilnahme an der Kampagne „Fairtrade-Towns“ anzustreben, setzt unsere Stadt das klare Zeichen, sich für eine gerechtere Welt einzusetzen. Die Kampagne dient der Vernetzung von Akteur:innen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich auf lokaler Ebene für einen fairen globalen Handel stark machen und passt damit sehr gut zu Koblenz.“

Dr. Carolin Schmidt-Wygasch, umweltpolitische Sprecherin der GRÜNEN Ratsfraktion, ergänzt: „Für uns GRÜNE steht fest, dass wir nur durch fairen Handel auch auf globaler Ebene menschenwürdige Arbeitsbedingungen schaffen, Ausbeutung beenden und den Schutz der Umwelt voranbringen können. Daher begrüßen wir den Beschluss sehr und hoffen auf eine schnelle Umsetzung.“

Für die Teilnahme an der Kampagne muss die Stadt fünf Kriterien erfüllen, hierzu gehören u. a. die Einrichtung einer lokalen Steuerungsgruppe zur Koordinierung der Aktivitäten vor Ort, das Angebot von Fairtrade-Produkten in einigen lokalen Einzelhandelsgeschäften, Cafés und Restaurants sowie Bildungsaktivitäten zum Thema „fairer Handel“ in öffentlichen Einrichtungen. (Mehr zu den Kriterien unter: https://www.fairtrade-towns.de/mitmachen/kriterien ). Der Titel „Fairtrade-Town“ wird zunächst für zwei Jahre vergeben, danach soll geprüft werden, ob die erforderlichen Kriterien weiterhin erfüllt werden.