Aufhebung der Blockiergebühr

In der Ratssitzung im März beantragen die Ratsfraktionen Bündnis 90/Die Grünen, SPD und FREIE WÄHLER, dass die Verwaltung auf die Betreiber von Ladesäulen in Wohngebieten zugeht um auf eine Aufhebung der Blockiergebühr zwischen 20:00 Uhr und 08:00 Uhr hinzuwirken.

“Betreiber von Ladesäulen erheben in der Regel eine Blockiergebühr nach Überschreiten einer Ladedauer von vier Stunden”, erklärt Alexandra Kaatz, energiepolitische Sprecherin der Grünen Fraktion. “Dies ist grundsätzlich sinnvoll, um die Ladesäule zeitnah für weitere Ladevorgänge frei zu geben. Nachts erschwert diese Begrenzung der Ladedauer jedoch das Laden von Elektrofahrzeugen über Nacht.”

“Bei einer Freigabe zu nächtlichen Zeiten könnten die Parkplätze an den Ladepunkten von Anwohnenden genutzt werden, um ihr Fahrzeug bequem über Nacht zu laden”, führt Marion Lipinski-Naumann, Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion aus. “Das Problem der wegfallenden Parkplätze durch Ladesäulen würde hierdurch auch entschärft, da die Parkplätze den Anwohnenden nachts weiterhin zur Verfügung stehen.”

“Die EVM hat dieses Problem bereits erkannt und die nächtliche Blockiergebühr beim Ad-Hoc Laden an den eigenen Ladesäulen zwischen 20:00 Uhr und 8:00 Uhr aufgehoben. Die 240 Freiminuten bleiben unverändert und starten mit Beginn des Ladevorgangs” weiß Stephan Wefelscheid Fraktionsvorsitzender der FREIEN WÄHLER. “Andere Anbieter sollten ermutigt werden dieses Konzept zu übernehmen, um den Anwohnenden ein einfacheres Laden über Nacht zu ermöglichen.”