Gemeinsamer Antrag: Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) – Prüfung möglicher Förderung

In der letzten Ratssitzung am 28. Mai beantragten die Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen, SPD und Die Linke-Partei, dass die Verwaltung, eine mögliche Förderung aus dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) prüft und geeignete Projekte identifiziert.

Dorothea Meinold, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN, erläutert. „Seit dem 1. Mai 2026 können Projektanträge im Rahmen des neuen Förderprogramms zur Renaturierung von Auen an kleineren Fließgewässern eingereicht werden. Die Förderquote beträgt 90%. Intakte Auenlandschaften sind unerlässlich für einen wirksamen Hochwasserschutz, denn sie sind in der Lage, Wasser wie ein Schwamm aufzusaugen. Hinzu kommt ihre Fähigkeit, das Wasser zu filtern und zu reinigen, was zu einer vermehrten Grundwasserbildung führt. Nicht zuletzt leisten Auen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, indem sie Kohlenstoff aus der Atmosphäre aufnehmen und langfristig speichern.“

„Durch Renaturierungen gewinnen Auen und Flüsse wieder Räume zurück, die sie durch Begradigungen, Kanalisierung oder Entwässerung verloren haben“, erklärt Marion Lipinski-Naumann, Fraktionsvorsitzende der SPD. „Wenn Ufer abgeflacht und Auen wieder an Flüsse angebunden werden, regenerieren sich Auenwälder, und Insekten, Molche sowie Jungfische kehren zurück. Auen bilden wichtige Lebensräume für zahlreiche seltene Arten.“

„Neben Klima- und Naturschutznutzen sollen Fördermaßnahmen auch dem Menschen zugutekommen, daher sollen Auen so entwickelt werden, dass sie besser zugänglich sind und eine hohe Aufenthaltsqualität bieten,“ weiß Oliver Antpöhler-Zwiernik, Fraktionsvorsitzender der Die Linke-PARTEI. „So wird das Bewusstsein für die Bedeutung naturnaher Flusslandschaften gestärkt.“